TEST: Western-Shooter "Call of Juarez: Bound in Blood"
Epischer Western-Stoff mit mauen Sprechern
Cowboys, Indianer, Revolverduelle, Postkutschenüberfälle, Schätze, schöne Frauen und jede Menge Wüste - "Call of Juarez: Bound in Blood" bietet alle Zutaten, die das Herz von Wildwest-Fans höher schlagen lassen. Doch über das Klischee hinaus, bekommen volljährige Spieler eine intensive Charakterstudie und tragische Familienchronik präsentiert, die von der ersten Minute bis zum Abspann nach rund zehn actiongeladenen Stunden fesselt.
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Ray und Thomas sind anfangs Soldaten und kämpfen aufseiten der Südstaaten-Armee gegen die Blauröcke aus dem Norden. Um ihr Land und ihre Familie zu beschützen, entfernen sie sich jedoch unerlaubt von der Truppe. Als Deserteure zum Galgen verurteilt, entscheiden sie sich nach Mexiko zu fliehen, womit auch das eigentliche Abenteuer beginnt, da die erste Bürgerkriegsmission quasi als Tutorial fungiert und trotz einer famosen Raddampferversenkung am Ende etwas eintönig geraten ist.
Was der Spieler jedoch die nächsten zehn Stunden zu Gesicht bekommt, ist nicht nur grafisch atemberaubend. Auch die spannende Story mit all ihren undurchsichtigen Figuren und überraschenden Wendungen, die an dieser Stelle garantiert nicht verraten werden, ist so gut inszeniert, dass sich ein zweites Durchspielen auf jeden Fall lohnt. Vor allem, weil der Spieler vor fast jedem Kapitel entscheiden darf, ob er in die Rolle von Ray oder Thomas schlüpfen will. Und diese Wahl ist wichtig, da die beiden Charaktere über unterschiedliche Stärken, Schwächen und Spezialfähigkeiten verfügen.
Testergebnisse
Call of Juarez: Bound in Blood
Action
ca. 60 Euro
Gesamtwertung:
Kein gutes Händchen hatte Ubisoft hingegen bei der Wahl der deutschen Synchronstimmen. Die Dialogzeilen in den erstklassigen Zwischensequenzen wirken wie vom Blatt abgelesen. Welche Chance hier verpasst wurde, zeigt bereits die Eingangsszene des Spiels, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht eingedeutscht wurde.
So hören sich Outlaws an! Die zweite verpasste Chance ist der fehlende Kooperationsmodus, der es zwei Spielern erlauben würde, die Story gemeinsam durchzuzocken und sich geradezu anbot, weil die beiden Brüder fast immer zusammen agieren.
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